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Klimatisierung umweltgerecht – aber wie?

Dass klassische Klimaanlagen wahre Energiefresser sind ist kein Geheimnis. 

Die benötigten Energiemengen sind nicht alleine das Problem, sondern auch die Zeiten, in denen sie benötigt werden.

Zur Mittagszeit an heißen Sommertagen laufen Klimaanlagen auf Hochtouren. Genau zum sogenannten „Mittagspiek“. Das ist der Zeitpunkt, an dem durch die Kochtätigkeiten der einzelnen Haushalte der Stromverbrauch immens steigt. Klassische Klimaanlagen verstärken diesen Effekt und belasten zusätzlich unsere Stromnetzte. 

Stromausfälle können im schlimmsten Fall die Folge sein.

Dieser hohe Stromverbrauch von Klimaanlagen belastet bekanntermaßen die Umwelt. Darüber hinaus sind konventionelle Anlagen mit hohen Anschaffungskosten verbunden.

 

Doch was gibt es für Alternativen, außer zu schwitzen…?

 

Wer es ganz ökologisch wünscht, kann sich mit Rankpflanzen an der Hauswand etwas Abhilfe schaffen. Sie sorgen auf natürlichem Weg für eine höhere Luftfeuchtigkeit und Schutz vor dem Aufheizen durch direkte Sonneneinstrahlung.

Man kann jedoch auf technischem Weg deutlich effektiver Abkühlung schaffen, ohne dabei einen hohen Stromverbrauch in Kauf zu nehmen.

Zum einen können vorhandene Lüftungssysteme durch Wämerückgewinnung auch zum Kühlen eingesetzt werden. Hierbei ist jedoch meist nur eine leichte Temperierung möglich.

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Solare Kühlanlagen sind eine weitere Möglichkeit umweltgerecht zu Klimatisieren.

„Wird Solar- oder Abwärme genutzt, sind Absorptionskälteanlagen herausragend energieeffizient und weisen die geringsten Treibhausgasemissionen aller in der Studie untersuchten Anlagen auf“ (umweltbundesamt)

Zumal der Vorteil besteht, dass genau dann Solarenergie nutzbar ist, wenn man seine Wohnung kühlen möchte.
Bei solaren Kühlanlagen unterscheidet man zwei Arten von Systemen.
Das Geschlossene System besitzt eigene Kühlflächen. Hierbei verdampft Kältemittel durch Entzug der Raumwärme. Der Dampf wird von Sorptionsmitteln aufgenommen, mittels Solarwärme auf höheres Druck- und Temperaturniveau gebracht. Danach verflüssigt sich das Kältemittel wieder und kühlt ab, weil es Energie an die Umgebung abgibt.

Offene Systeme arbeiten mit Kühlung über Luft. Mit ihnen erlangt man eine geringere Kälteleistung. In diesem Fall wird feuchte Abluft als Kältemittel verwendet. Die Außenluft wird getrocknet und mittels Wärmeübertrager und Verdunstungskühler auf Zuluftzustand gebracht. 

Gleichzeitig kühlt ein Verdunstungskühler die verbrauchte Raumluft ab, damit sie dann im Wärmeübertrager die thermische Energie der getrockneten Außenluft aufnimmt.

Danach wird die Abluft durch die Solarenergie so weit aufgewärmt, sodass sie das zuvor von der Zuluft abgegebene Wasser wieder aufnehmen und dann in die Umwelt entweichen kann.

Die Wirtschaftlichkeit von solarthermischen angetriebenen Sorpionskältemaschinen kann verbessert werden, durch Trinkwassererwärmung bei überschüssiger Solarwäre.
Es gibt auch bereits staatliche Förderung!

Eine weitere sehr klimaschonende und zugleich effiziente Möglichkeit die Hitze aus dem Wohnraum zu verbannen ist ein Eisspeicher

Ein Eisspeicher wird in der Regel zum Wärmen eingesetzt. Er besteht aus einem Betonbehälter, der im Garten vergraben, mit Trinkwasser befüllt und an eine Wärmepumpe angeschlossen wird. Mit Hilfe eines Entzugswärmetauschers wird dem Wasser bis zum Gefrieren Wärme entzogen. Auch wird die Kristalisationswärme genutzt, indem das frierende Wasser seine Energie an die Sole, ein Wasser-Frostschutzmittelgemisch, abgibt und dieses erwärmt.

Einen Eisspeicher kann man jedoch auch zur Gebäudekühlung nutzen. Hierzu wird das Prinzip des natural cooling eingesetzt. Dabei wird das Funktionsprinzip rückwärts genutzt. Das Heizungswasser wird durch Heizkörper oder die Fußbodenheizung geführt und nimmt dabei die Wärme des Raums auf und wird in die Wärmepumpe geführt.

Das Kühlen mittels Eisspeicher hat viele Vorteile.

Zum Beispiel benötigt man keine Genehmigungen, wie sie für die Bohrungen der Sole-Wärmepumpen notwendig sind.
Er ist mit hohen Anschaffungskosten verbunden, dafür aber im Betrieb sehr günstig und effektiv.
Man erhält auch hier Fördermittel und kann seine Heizkosten stark reduzieren.
Man ist zu guter Letzt regenerativ unterwegs. Vor allem wenn man mehrere Systeme kombiniert und zum Beispiel sein Wärmepumpensystem mit Eisspeicher durch einen Solarkollektor auf dem Dach ergänzt.

Um herauszufinden welche Variante am besten zu Ihnen passt, lassen Sie sich eingehend von einem Fachmann beraten. Denn oft ist nicht jedes System für jede Gegebenheit wirtschaftlich. 

Bilder: Pixabay

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