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Verlegezonen und Schutzbereiche

Bei der Verlegung von elektrischen Leitungen gibt es einiges zu Beachten. Normen und Richtlinien regeln genau, wo und wie Leitungen in Wohnhäusern installiert werden sollen.

Diese Festlegung hat schließlich auch einen guten Grund. Stellen Sie sich mal vor jeder Elektriker dürfte die Elektroleitungen verlegen wo er wolle und dokumentiert dies nicht.
Man wüsste im Nachhinein gar nicht, wo man unbeschadet in die Wand bohren könnte.

Um das zu vermeiden sind in der DIN 18015 Teil 3 genauen Verlegezonen definiert.

Waagrecht dürfen Leitungen nur in einem 30 cm breitem Bereich 15 cm unterhalb der fertigen Decke und 15 cm oberhalb des fertigen Fußbodens verlaufen.
Für Räume mit Arbeitsplatten, wie zum Beispiel Küche oder Werkstadt, gibt es eine weitere Verlegezone. Diese mittlere Verlegezone befindet sich zwischen eine Höhe von 100 cm bis 130 cm gemessen ab dem fertigen Fußbodenbelag.
Senkrecht dürfen sich verlegte Leitungen 20 cm breit 10 cm neben der Rohbaukante, der Rohbauecken, Türen oder Fenster befinden.
Ausnahmen gelten bei speziellen Raumhöhen. Bei einer Raumhöhe von 240 cm und Türen mit LM 200 cm bleibt der Bereich zwischen 210 – 225 cm Höhe, also lediglich 15 cm.

Wobei auch in der Rohdecke selbst eine Installationszone verläuft, die genutzt werden darf.

Für Steckdosen und Schalter gibt es ebenfalls genaue Vorgaben. Diese sollen in Griffhöhe installiert werden. Bei mehreren soll sich der oberste Schalter bzw. die oberste Dose mittig 105 cm über dem Boden befinden. Befinden sich Schalter, Steck- oder Abzweigdosen außerhalb der Verlegezonen, müssen diese senkrecht zu den nächstgelegenen waagrechten Leitungen platziert werden.

Auch im Badezimmer gibt es spezielle Bereiche, in denen unterschiedlich gehandhabt werden muss.
In der DIN VDE 0100-701: 2008-10 werden die Schutzbereiche 0-2 unterschieden.
In Bädern entfällt dafür die untere und mittlere Verlegezone. Lediglich die obere verbleibt.

Die Schutzzone 0 befindet sich innerhalb von Bade-/bzw. Duschwannen. Dort dürfen keine Leitungen verlegt sein und sich auch keine Installationsgeräte befinden. Wo hingegen Verbrauchsmittel wie Lampen unter bestimmten Voraussetzungen gestattet sind. Diese müssen vom Hersteller für diesen Bereich zugelassen sein, außerdem müssen sie fest angeordnet und angeschlossen sein. Sie dürfen nur mit AC 12 V oder DC 30 V betrieben werden und die Stromquelle / der Trafo darf sich nicht in Schutzbereich 0 – 2 befinden.

Schutzzone 1 liegt bei ebenerdigen Duschen in einem Radius von 120 cm um den Duschkopf herum. Bei Dusch- und Badewannen umschließt die Schutzzone 1 die Fläche vom Boden senkrecht zu Bereich 0 bis zu einer Raumhöhe von 225 cm. In diesem Bereich sind nur fest angeschlossene und angeordnete Verbindungs- und Anschlussdosen für Verbrauchsmittel mit AC 25 V und DC 60 V zugelassen. Zugelassene Verbrauchsmittel sind zum Beispiel Wassererwärmer oder Abwasser- und Whirlpoolpumpen.

Schutzbereich 2 wird auch als Sprühbereich bezeichnet. Er umfasst einen 60 cm breiten Streifen um Bereich 1 herum. Hier sind zusätzlich zu den in Bereich 1 erlaubten Installationen auch Rasiersteckdosen mit Trenntransformator zugelassen. Wie bisher gilt, dass die Verbrauchsmittel fest angeschlossen und angeordnet sein müssen. Auch müssen die Geräte einen FI-Schutz beinhalten.

Im restlichen Bereich des Badezimmers ist die Installation von Steckdosen und Schaltern wieder zulässig. Voraussetzung ist jedoch eine FI-Schutzeinrichtung.

Bilder: Pixabay

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